Google Analytics auf kirchlichen Websites

Darf Google Analytics, ein Webtracking-Programm auf kirchlichen Websites eingesetzt werden? Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Kiel hatte in einer Stellungnahme vom Januar 2009 festgestellt, dass der Einsatz dieser Software gegen das Telemediengesetz verstößt. Das Erzbistum Hamburg hat daraufhin auf Initiative des Diözesandatenschutzbeauftragten den Einsatz dieses Programms untersagt. Der Verband der Diözesen Deutschlands hatte empfohlen, bis zur Klärung der datenschutzrechtlichen Fragen mit Google dieses Programm in kirchlichen Einrichtungen nicht zu verwenden.

 

Nun hat sich Google nach Verhandlungen mit dem Hamburgischen Datenschutzbeauftragten, (BfDI-HH) bereit erklärt das Verfahren von Analytics zu ändern. Die Einzelheiten sind in einer Erklärung des BfDI-HH vom 15.09.2011 wiedergegeben:

 

Beanstandungsfreier Betrieb von Google Analytics ab sofort möglich [extern]

 

Danach wird jetzt den Nutzern die Möglichkeit eines Widerspruchs gegen die Erfassung der Nutzungsdaten durch Google durch die Installation eines Deaktivierung-Add-Ons eingeräumt.

 

https://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de [extern]

 

Bei Betätigung des Tools wird die IP-Adresse des Nutzers um die letzten acht Stellen verkürzt, so dass seine Identifizierung nicht mehr möglich ist. Webseitenbetreiber müssen die User auf diese Möglichkeit hinweisen und ihm die Gelegenheit einer eigenen Entscheidung einräumen. Mit Google ist ein Vertrag abzuschließen, mit dem dieses Verfahren, unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Vorschriften, vereinbart wird.

 

http://www.google.de/intl/de/analytics/tos.pdf [extern]

 

Der Verband der Diözesen Deutschlands wird nunmehr prüfen, ob die Empfehlung, das Programm auf den Webseiten kirchlicher Organisationen nicht einzusetzen, aufrecht erhalten werden kann. Die Untersagung des Einsatzes von Google Analytics durch das Erzbistum Hamburg vom 15.02.2010 bleibt bis dahin aufrechterhalten.